Hans Ulrich -
Systemorientiertes Management
Mit diesem Werk hat Hans Ulrich einem neuen Verständnis
von Management den Weg geebnet: der "Systemorientierten
Managementlehre", als deren Begründer und führender
Vertreter er im deutschen Sprachraum gilt.
Diese Richtung unterscheidet sich in mehrfacher Beziehung
von der klassischen Betriebswirtschaftlehre:
1. Sie vertritt konsequent den "Systemansatz"
(Systems Approach), orientiert sich also an den Erkenntnissen
von Systemtheorie und Kybernetik. Unternehmungen werden
nicht mehr ausschließlich als "Wirtschaftssubjekte",
sondern als ziel- und zweckgerichtete, gesellschaftliche
Institutionen betrachtet, als dynamische und komplexe Systeme,
die selbst in eine vielschichtige Umwelt eingebettet sind.
2. Management bedeutet aus dieser Optik Gestalten, Lenken
und Entwickeln von Systemen. Die Aufgabe der Führungskräfte
aller Stufen, der Manager, ist es, Lösungen für
schwierige, komplexe, vernetzte Problemsituationen zu entwickeln.
3. Die Betriebswirtschaftslehre ist damit zwar eine anwendungsorientierte
Wissenschaft, die sich mit den Fragen des Managements von
Unternehmungen befasst und den Führungskräften
Wissensgrundlagen zur Verfügung stellt. Trotz ihrer
praxisorientierten Zielsetzung bleibt eine theoretische
Grundlage unabdingbar denn gerade die Vielschichtigkeit
der Managementprobleme erfordert vom Manager, dass er sich
auf die Erkenntnisse verschiedener Disziplinen stützen
kann.
Ein solch interdisziplinäres Verständnis von
Management ist heute aber aktueller denn je.
Hans Ulrich - Gesammelte Schriften:
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