Zur 8. Auflage und Jubiläumsausgabge von Knut Bleichers Werk "Das Konzept Integriertes Management"
Über einen Mangel an Fachliteratur kann sich der Manager von heute wahrlich nicht beklagen. Für jedes Problem, mit dem er in seinem
Unternehmen zu tun bekommt, gibt es den speziellen Ratgeber. Fast in Echtzeit kann er im Internet nachlesen, was an Universitäten und Managementschulen weltweit
an vermeintlich Neuem erdacht und erarbeitet wird. Eindimensionale Patentlösungen wechseln einander wie die Frühjahrs- und Herbstkollektionen auf den
Laufstegen der Modemacher ab. Sie versprechen dem Manager schnelle Hilfe mit der Garantie, dass schon im nächsten Quartal die Eigentümer jubeln und die
Boni in die Höhe schnellen. Was hat in diesem Umfeld ein 700-Seiten-Werk zu suchen, dessen Lektüre den vollen Einsatz des Lesers erfordert und dessen erste
Auflage vor 20 Jahren erschien? Sicher, Knut Bleichers "Konzept Integriertes Management", das er aus dem St. Galler Management-Modell Hans Ulrichs
entwickelt hat, gehöhrt inzwischen zu den Standardwerken der Managementlehre. Aber steckt in dieser Zuordnung nicht schon die aktuelle Beurteilung? Hatte seinen Wert,
war einmal state-of-the-art, ist in Ehren zu halten, aber die Entwicklung ist darüber hinweg gegangen?
Für die meisten "Standardwerke" wissenschaftlicher Fachliteratur trifft ein solches Urteil sicherlich zu.
Nicht aber für die 8. Auflage des Konzepts Integriertes Management. Es mag paradox klingen. Aber gerade die eingangs angedeutete Entwicklung
der Management-Lehre macht das "alte" St. Galler Konzept nützlicher und wichtiger denn je. Zwar ist der Taylorismus (Frederick Winslow
Taylor: "The firm is a train of gearwheels"), der ein Unternehmen als technischen Ablauf definiert, schon seit einigen Jahrzehnten überwunden.
Wenn nur das Räderwerk des Unternehmens geschmiert und der Arbeiter am Fliessband gut entlohnt wird, führt das bei sich ändernden Bedingungen
nicht zu nachhaltigem Erfolg. Aber die vor allem von den Vätern der St. Galler Managementlehre verbreitete Erkenntnis, dass Unternehmen als "produktive
soziale Systeme" (Hans Ulrich 1968) zu begreifen sind, scheint in den vergangenen Jahren in ihrer praktischen Umsetzung auch wieder verloren gegangen zu sein.
Statt sich mit dem gesamten Gespinst der multidimensionalen Verflechtungen auf der normativen, strategischen und operativen Management-Ebene auseinander zu setzen,
wird versucht, mit dem Ziehen einzelner Fäden das Gesamte zu lenken. Taylor lässst grüssen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Unternehmen heute
in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld agieren. Die Zahl der Parameter, die in ihrer Dependenz über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, nimmt zu.
Ein einzelner Mensch ist, zumal in grösseren Unternehmen, nicht mehr imstande, diese interaktive Vielfalt aufzunehmen und zu bewältigen. Den Supermanager,
der einem Kapitän gleich mit ein paar exakten Anweisungen den Kurs in den sicheren Hafen bestimmt, den kann es unter diesem Umständen nicht mehr geben.
Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dieser zunehmenden Komplexität im Unternehmen in seiner Abhängigkeit von globalen
Veränderungen umzugehen. Nummer eins: Auf jede messbare Unwucht im Unternehmen wird mit einem Werkzeug aus dem Instrumentenkasten der Betriebswirtschafts-
und Managementlehre gezielt und singulär reagiert. Das kann kurzfristig sehr wirkungsvoll sein, blendet aber eventuelle Nebenwirkungen und andere mögliche
Ursachen der Unwucht aus. Das ist die Krux "moderner" Schnellschüsse und Moden aus der Managementlehre. Nummer zwei ist der Versuch, die Komplexität
des sozialen Systems "Unternehmen" einschliesslich seiner Verflechtung mit der Aussenwelt zu erfassen. Dafür ist ein breiter, über den engen Rahmen
der Betriebswirtschaftslehre hinaus gehender sozialwissenschaftlicher Ansatz nötig, der auch die lange vernachlässigten weichen Faktoren
einschliesst. Produktorientiertes Management wird so durch ein ganzheitliches Vorgehen ersetzt. Wie das zu schaffen ist, welches die Stellschrauben
für ein solches integriertes Vorgehen sind und wie sie zu bedienen sind, das legt Bleicher in seinem "Konzept Integriertes Management" dar.
Sein Modell ist die zeitlose flexible Antwort auf eine komplexer werdende Welt. Bleichers Konzept selbst stellt dar, was es lehrt: Zunehmende Komplexität
lässst sich nur mit zunehmender Flexibilität begegnen. Und deshalb gehört Knut Bleichers "Standardwerk" auch in seiner 8. Auflage
zum Modernsten, was die Managementlehre zu bieten hat.
Dr. Christian Abegglen, November 2011
Download Flyer Konzept Integriertes Management
Der Klassiker in der 8. Auflage - Erscheinungsdatum 9. Mai 2011
Der ganzheitliche Ansatz des St. Galler Management Konzepts hat das Denken und Handeln zahlreicher Manager nachhaltig beeinflusst.
Führungskräfte finden hier einen Gestaltungsrahmen für die Zukunftssicherung ihrer Firma, der sämtliche Unternehmensaktivitäten
in ein stimmiges Gesamtkonzept integriert. Sie erhalten strategische Denkanstösse, die weit über das operative Geschäft hinausreichen.
Die 8. Auflage - unterstützt durch die Gesellschaft Integriertes Management und die St. Galler Business School -
erscheint zum 20-jährigen Bestehen des Managementklassikers, welcher heute zu den unverzichtbaren und zeitlosen Standardwerken der Managementliteratur zählt. In dieser
Jubiläums-Neuauflage erwartet Sie ein neues Vorwort mit Ratschlägen an Führungskräfte, ein Geleitwort über die Weiterentwicklung der St. Galler
Managementlehre in die Praxis von Christian Abegglen, Geschäftsführender Direktor der St. Galler Business School, sowie ein zusätzliches, neues Kapitel zur praktischen
Umsetzung des Konzepts.
Download Flyer Jubiläumsausgabe
Knut
Bleicher: "Management im Wandel"
Die
ersten vier Bände der Reihe "Meilensteine der
Entwicklung eines Integrierten Managements" sind im
Verlag Swiridoff/Business Books & Tools erschienen.
Die "Meilensteine der Entwicklung eines Integrierten
Managements" zeigen in sechs Bänden das Lebenswerk
von Prof. (emer). Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher.
Je ca. 250 Seiten, gebunden
€ [D] 40,00 / € [A] 42,00 / sFr 67,00. ISBN 3-89929-052-6,
-072-0, -073-9
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Die Vision von der intelligenten Unternehmung
als Organisationsform der Wissensgesellschaft
Der geg enwärtige
Übergang vonder industrie- zu einer service-orientierten
Wissensgesellschaft stellt besondere Anpassungsprobleme,
die es zubewältigen gilt. Waren es bislang vor allem
sogenannte »harte« Faktoren, die das Management
im Umgang mit real-güterwirtschaftlichen Prozessen
zu beherrschen hatte, so sind in den aufkommenden Zeiten
des primären Umgangs mit immateriellen Gütern
und Prozessen, wie z.B. Informationen und Wissen, Prozesse
des organisationalen Lernens und der Nutzung von Intelligenz
erfolgsentscheidend. Dieser Beitrag basiert auf dem Vortrag,
den Knut Bleicher anlässlich der Verleihung seiner
dritten Ehrenpromotion durch die ökonomische Universität
Krakau dort gehalten hat.
Beitrag unter: www.zfo.de
Prof. Dr. Knut Bleicher feiert 80. Geburtstag
Im Kreise seiner Lieben hat Prof. Dr. Dres.
h.c. Knut Bleicher, Begründer des "Konzepts Integriertes
Management", seinen 80. Geburtstag begangen. Der Jubilar
widmet sich auch weiterhin seinen Forschungen zur Weiterentwicklung
des Integrierten Management Konzepts.
MBA-Studiengang "Integriertes Management"
Gemeinsam mit der St. Galler Business School
bietet die Alpen-Adria-Klagenfurt den weltweit ersten MBA-Studiengang
auf der Basis des Konzepts "Integriertes Management"
von Prof. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher an.
Weitere Informationen: www.sgbs.com
Weitere Ehrendoktorwürde für Prof.
Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher
Die Wirtschaftsuniversität Krakau "Uniwersytet
Ekonomiczny w Krakowie" verlieh am 19. August 2008
die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher
für seinen Beitrag zur Wirtschaftswissenschaft im Rahmen
des St. Galler Konzept es "Integriertes Management".
Artikel zu nachhaltigem Management
Dr. Christian Abegglen gibt in diesem Artikel
Praxishinweise zu einem nachhaltigen Management der Lebenszykluskurve
eines Unternehmens auf Basis des Integrierten St. Galler
Management-Konzepts. Erschienen in: Robert Neumann, Gerhard
Graf (Hrsg.): Management-Konzepte im Praxistest - State
of the Art - Anwendungen - Erfolgsfaktoren, Linde Verlag,
Oktober 2007
Download Artikel
(pdf, 252 KB)
MBA Kongress 2007 in Krakau
Vom 11. - 12. Mai 2007 fand in Krakau der
3.MBA-Kongress der "Akademia Ekonomiczna w Krakowie"
statt. Im Zeichen von "Management und Leadership"
wurden innerhalb der beiden Tage zahlreiche Panels mit internationalen
Spezialisten aus Polen und den Partnerschulen der "Akademia
Ekonomiczna w Krakowie", der Stockholm University School
of Business, der ESC Clermond-Ferrand Graduate School of
Management, der Grand Valley State University und der St.
Galler Business School durchgeführt.
Von Seiten der St. Galler Business School
eröffnete Christian Muntwiler, lic. oec. HSG. das Panel
Leadership mit einem Input zum Thema "Selbstmanagement
in der heutigen Zeit des Wandels". Der, aufgrund zahlreicher
Sponsoren aus der polnischen Wirtschaft, kostenfreie Kongresszog
eine Vielzahl an Wirtschaftskräften, ehemaligen und
aktuellen MBA-Studierende an und ermöglichte intensive
Diskussionen und Gespräche.
Link "Kongress-Homepage"
Abschied von der Matrixstruktur und anderen Komplexitäten
Herr Prof. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher thematisiert
in seinem aktuellen Artikel die Ernüchterung über
die Wirksamkeit moderner Managementkonzepte und die Rückkehr
zu traditionellen Methoden ("Retromanagement").Der
Artikel stammt aus "io new management", der Zeitschrift
für Unternehmenswissenschaften und Führungspraxis.
Download Artikel
(pdf, 252 KB)
Link "io
new management"
Zum Wandel im Umgang mit Wandel - Vertrauen
als kritischer Faktor
Herr Prof. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher thematisiert
in seinem aktuellen Artikel die Bedeutung des Kulturelements
"Vertrauen" im Rahmen des Wandels. Der Artikel
"Zum Wandel im Umgang mit Wandel - Vertrauen als kritischer
Faktor" ist in Thexis, der renommierten Fachzeitschrift
für Marketing der Universität St. Gallen, erschienen.
Er ist zudem als pdf-Dokument verfügbar.
Download Artikel
(pdf, 756 KB)
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